mit 0,3 Promille oder mehr fahrauffällig Fahrrad gefahren
Strafanzeige
Bußgeldkatalog: Geschwindigkeitsverstoß mit dem Fahrrad
Beschreibung
Bußgeld
Punkte
Durch unangepasste Geschwindigkeit einen Fußgänger im Fußgängerbereich mit zugelassenem Fahrzeugverkehr gefährden
30 €
1*
* Der Punkt droht nur, wenn die Behörde ausnahmsweise ein Bußgeld ab 60 Euro verhängt.
Gibt es eigene Verkehrsregeln für Fahrradfahrer?
Fahrradfahrer gelten als Teilnehmer am Straßenverkehr und müssen sich somit natürlich an bestimmte Vorschriften halten. Verstöße werden entsprechend geahndet, weshalb auch ein Bußgeld auf dem Fahrrad verhängt werden kann. Ebenso sind Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge als Sanktionen möglich.
Es ist zu beachten, dass einige Verkehrsregeln auf dem Fahrrad ebenso gelten wie im Auto oder auf dem Motorrad. Dazu zählen z. B. das Rechtsfahrgebot, ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzungen und das Gebot, an einer roten Ampel zu halten. Es gibt auch keine speziellen Vorfahrtsregeln für das Fahrrad.
Allerdings existieren einige gesonderte Fahrrad-Verkehrsregeln, von denen wir hier die wichtigsten kurz vorstellen möchten.
Inhaltsverzeichnis:
FAQ: Verkehrsregeln fürs Fahrrad
Wo darf ich laut Verkehrsregeln Fahrrad fahren?
Sofern Sie 10 Jahre alt oder älter sind: Ausschließlich auf der Straße und nicht auf dem Bürgersteig. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Ist es möglich, für Verkehrsverstöße auf dem Fahrrad Punkte zu bekommen?
Ja, auch, wenn Sie mit dem Fahrrad gegen Verkehrsvorschriften verstoßen, können Ihnen Punkte in Flensburg eingetragen werden.
Dürfen Fahrradfahrer auf der Straße nebeneinander fahren?
Auf Fahrradstraßen ist das erlaubt, auf allen anderen Straßen nur, wenn sie dadurch keine anderen Verkehrsteilnehmer behindern. Mehr dazu lesen Sie in diesem Abschnitt.
Spezielle Informationen über Verkehrsregeln für Radfahrer:
Wo ist das Fahrradfahren laut Verkehrsregeln gestattet?
Das Fahrradfahren auf dem Gehweg ist ausschließlich Kindern bis zum vollendeten 10. Lebensjahr vorbehalten. Ab 8 Jahren darf ein Kind auch auf dem Radweg fahren, für Jüngere ist das Fahrradfahren auf dem Bürgersteig Pflicht.
Alle Radfahrer, die älter als 10 Jahre alt sind, haben auf dem Gehweg nichts verloren, es sei denn, dieser ist ausdrücklich für den Radverkehr freigegeben oder sie begleiten Kinder auf dem Gehweg. Ansonsten müssen sie auf der Straße oder dem Radweg fahren. Ist Letzterer mit einem blauen Schild mit weißem Fahrradsymbol versehen (auch in Kombination mit einem Fußgängersymbol möglich), gilt der Radweg als benutzungspflichtig. Fehlt ein solches Schild, haben Sie als Radfahrer die Wahl, ob Sie auf der Straße oder dem Radweg fahren möchten.
Übrigens darf laut Verkehrsregeln mit dem Fahrrad auch auf Bundesstraßen gefahren werden. Davon ausgenommen sind allerdings Kraftfahrstraßen, wie z. B. Autobahnen.
Welche Ampel gilt für Fahrradfahrer?
Seit dem 1. Januar 2017 ist es nicht mehr zulässig, eine Fußgängerampel mit dem Fahrrad zu überqueren, wenn Sie auf einem Radweg fahren. Stattdessen müssen Sie sich an die Fahrbahnampel halten – was natürlich auch der Fall ist, wenn Sie auf der Straße fahren.
Ist allerdings beim Radweg eine eigene Fahrradampel vorhanden, muss sich nach dieser gerichtet werden anstelle der Fahrbahnampel.
Des Weiteren gilt für Kinder oder begleitende Erwachsene, die erlaubterweise auf dem Gehweg Fahrrad fahren, die Fußgängerampel.
Die Verkehrsregeln in der Fahrradstraße: hinter- oder nebeneinander fahren?
In einer Fahrradstraße dürfen Fahrradfahrer auch nebeneinander fahren. Auf anderen Straßen ist dies nur gestattet, wenn dadurch kein anderer Verkehrsteilnehmer behindert wird oder wenn es sich um einen geschlossenen Verband von mindestens 16 Radfahrern handelt.
Alkohol auf dem Fahrrad
Unter den Verkehrsregeln fürs Fahrrad findet sich auch eine Begrenzung zum Fahren unter Alkoholeinfluss. Werden Sie dabei erwischt, wie Sie mit 1,6 Promille oder mehr betrunken Fahrrad fahren, ist eine Strafe in Form einer Geldstrafe und 3 Punkten in Flensburg fällig. Zudem kann die Teilnahme an einer MPU angeordnet werden. Bestehen Sie diese nicht, verlieren Sie Ihre Fahrerlaubnis für Ihr Auto. Somit ist es indirekt auch möglich, einen Führerscheinentzug auf dem Fahrrad erteilt zu bekommen.
Bei einem Wert von 0,3 bis 1,5 Promille können Sie mitunter eine Strafanzeige erhalten, wenn Sie sich fahrrauffällig verhalten.
Mit dem Fahrrad in der Einbahnstraße
Laut Verkehrsregeln darf ein Fahrrad eine Einbahnstraße nur dann in der Gegenrichtung befahren, wenn diese dafür freigegeben ist. Dies wird durch ein entsprechendes Zusatzschild angezeigt.
Gitte erhielt ihren Master-Abschluss in Germanistik und Kommunikationswissenschaften. Als Redakteurin schreibt sie Ratgeber im Bereich Verkehrsrecht und unterstützt die bussgeldkatalog.org-Redaktion tatkräftig im Lektorat. Außerdem zählen die Pflege und Kontrolle unseres YouTube-Kanals zu ihren Kernaufgaben.
Bußgeldrechner: Verkehrsregelverstöße mit dem Fahrrad
Der neue Grünpfeil zum Rechtsabbiegen für Radfahrende wirft die Frage auf, ob Verstöße nach dem gleichen Prinzip geahndet werden wie die des MIV, da im Bußgeldkatalog keine Sonderregelung für Radfahrende vorgesehen ist. Das Gebot des Anhaltens vor dem Abbiegen ist für Radfahrende als unrealistisch anzusehen, zudem ist die Gleichbehandlung mit dem MIV unpassend, da das Bertriebsrisiko des Fahrrads um ein Vielfaches geringer ist.
Wie ist es mit dem Radfahren auf dem Gehweg (natürlich vorsichtig, Fußgänger haben Vorrang), wenn die Straße durch denkmalgeschütztes, stark zerstörtes Kopfsteinpflaster ( in Halle: roter Porphyr, wo ganze Blöcke fehlen) nicht als Fahrbahn für Fahrräder zumutbar ist?
Ich sehe übrigens besonders ältere Radfahrer:innen auf Gehwegen, da diese sich langsamfahrend nicht auf die engen Radwege trauen, da dort nicht überholt werden kann, wenn rechts parkende Autos stehen, zu deren Türen man Abstand halten muss und links rasende Autos von hinten kommen…
Wer hat Vorfahrt in einer Einbahnstraße, durch die Fahrräder in Gegenrichtung fahren dürfen, wenn die Straße zu eng ist, um gleichzeitige Fahrt zu ermöglichen?
Und was ist, wenn die “Enge” durch aus Sicht des PKWs rechts (legal) parkende Fahrzeuge erzeugt wird?
Es sollten an Fahrräder wie bei Moped und Roller AMTLICHE KENNZEICHEN angebracht werden. Um da dann Rücksichtslose Radfahrer zur Rechenschaft zu ziehen.
Um es klarzustellen: Sie dürfen auf einem Fußgängerüberweg Rad fahren, um die Straße zu überqueren, nur müssen sie dabei allen Fahrzeugen auf der Fahrbahn Vorfahrt gewähren. Sie sind nicht vorfahrtsberechtigt, wenn Sie das tun.
Wollen Sie dagegen, dass die Fahrzeugführer auf der Straße anhalten, damit Sie die Straße mit Vor”fahrts”recht überqueren können, dann sollten Sie das Rad schieben.
Wenn Sie ein Fahrrad dabei haben, aber nur *wahrscheinlich* Vorfahrt haben wollen, dann nutzen Sie das Fahrrad als Roller beim Überqueren. Das ist dann Russisch Roulette im Rechtsstreit, denn die Gerichte urteilen fast immer – aber eben nicht ausnahmslos – dass Sie nur dann Fahrradfahrer sind, wenn Sie auch tatsächlich Fahrrad fahren.
Was meinen Sie mit “schlechtem Vorbild”? Haben Sie tatsächlich eine Fahrradfahrer:in beobachtet, wie sie eine Fahrzeuglenker:in zum Abbremsen gezwungen hat, um einen Unfall zu vermeiden?
Fußgängerüberweg wird als Fahrweg für Radfahrer benutzt!!!!
Bei den Verkehrsregeln die Fahrradfahrer darauf hinweisen, das ein Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) nicht als vorfahrtsberechtigte Überfahrt für Fahrradfahrer benutzt werden darf (ohne abzusteigen).
Diese Unsitte ist bei jungen und erwachsenen Fahrradfahrern leider sehr oft und vermehrt zu sehen.
Es macht den Eindruck dieses Verhalten wäre selbstverständlich und die Erwachsenen bringen es den Kindern nicht bei, wie sie sich in einem solchen Fall richtig verhalten. Leider manchmal sogar als schlechtes Vorbild.
Können Sie bitte naher darauf eingehen, welche Rechte und Pflichten ein Fahrradfahrer auf dem “Fahrradschutzstreifen” hat?
Beispiel Zone 30:
Muss sich ein Fahrradfahrer an 30 halten?
Darf er rechts Autos überholen?
Der neue Grünpfeil zum Rechtsabbiegen für Radfahrende wirft die Frage auf, ob Verstöße nach dem gleichen Prinzip geahndet werden wie die des MIV, da im Bußgeldkatalog keine Sonderregelung für Radfahrende vorgesehen ist. Das Gebot des Anhaltens vor dem Abbiegen ist für Radfahrende als unrealistisch anzusehen, zudem ist die Gleichbehandlung mit dem MIV unpassend, da das Bertriebsrisiko des Fahrrads um ein Vielfaches geringer ist.
Wie ist es mit dem Radfahren auf dem Gehweg (natürlich vorsichtig, Fußgänger haben Vorrang), wenn die Straße durch denkmalgeschütztes, stark zerstörtes Kopfsteinpflaster ( in Halle: roter Porphyr, wo ganze Blöcke fehlen) nicht als Fahrbahn für Fahrräder zumutbar ist?
Ich sehe übrigens besonders ältere Radfahrer:innen auf Gehwegen, da diese sich langsamfahrend nicht auf die engen Radwege trauen, da dort nicht überholt werden kann, wenn rechts parkende Autos stehen, zu deren Türen man Abstand halten muss und links rasende Autos von hinten kommen…
Wer hat Vorfahrt in einer Einbahnstraße, durch die Fahrräder in Gegenrichtung fahren dürfen, wenn die Straße zu eng ist, um gleichzeitige Fahrt zu ermöglichen?
Und was ist, wenn die “Enge” durch aus Sicht des PKWs rechts (legal) parkende Fahrzeuge erzeugt wird?
Es sollten an Fahrräder wie bei Moped und Roller AMTLICHE KENNZEICHEN angebracht werden. Um da dann Rücksichtslose Radfahrer zur Rechenschaft zu ziehen.
Um es klarzustellen: Sie dürfen auf einem Fußgängerüberweg Rad fahren, um die Straße zu überqueren, nur müssen sie dabei allen Fahrzeugen auf der Fahrbahn Vorfahrt gewähren. Sie sind nicht vorfahrtsberechtigt, wenn Sie das tun.
Wollen Sie dagegen, dass die Fahrzeugführer auf der Straße anhalten, damit Sie die Straße mit Vor”fahrts”recht überqueren können, dann sollten Sie das Rad schieben.
Wenn Sie ein Fahrrad dabei haben, aber nur *wahrscheinlich* Vorfahrt haben wollen, dann nutzen Sie das Fahrrad als Roller beim Überqueren. Das ist dann Russisch Roulette im Rechtsstreit, denn die Gerichte urteilen fast immer – aber eben nicht ausnahmslos – dass Sie nur dann Fahrradfahrer sind, wenn Sie auch tatsächlich Fahrrad fahren.
Was meinen Sie mit “schlechtem Vorbild”? Haben Sie tatsächlich eine Fahrradfahrer:in beobachtet, wie sie eine Fahrzeuglenker:in zum Abbremsen gezwungen hat, um einen Unfall zu vermeiden?
Fußgängerüberweg wird als Fahrweg für Radfahrer benutzt!!!!
Bei den Verkehrsregeln die Fahrradfahrer darauf hinweisen, das ein Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) nicht als vorfahrtsberechtigte Überfahrt für Fahrradfahrer benutzt werden darf (ohne abzusteigen).
Diese Unsitte ist bei jungen und erwachsenen Fahrradfahrern leider sehr oft und vermehrt zu sehen.
Es macht den Eindruck dieses Verhalten wäre selbstverständlich und die Erwachsenen bringen es den Kindern nicht bei, wie sie sich in einem solchen Fall richtig verhalten. Leider manchmal sogar als schlechtes Vorbild.
Können Sie bitte naher darauf eingehen, welche Rechte und Pflichten ein Fahrradfahrer auf dem “Fahrradschutzstreifen” hat?
Beispiel Zone 30:
Muss sich ein Fahrradfahrer an 30 halten?
Darf er rechts Autos überholen?